Berichte

Die Schlussrunden der 2. Bundesliga Mitte in St. Veit/Glan

Vom 6. bis zum 8. April 2018 fanden die  beiden Schlussrunden der 1. Bundesliga, der Frauenbundesliga und der 2. Bundesliga Mitte in St. Veit an der Glan statt. Für uns stand viel am Spiel, denn wir konnten uns nach den letzten Runden, in denen wir unter unseren Erwartungen spielten, kein weiteres Wochenende mit zwei Niederlagen leisten.

Runde 10: St. Valentin – Leoben 3,5:2,5

Uns war klar, dass dieser Wettkampf bereits vorentscheidend über den Verbleib in der 2. Bundesliga sein wird. Wir erwarteten einen harten Kampf gegen den dritten Abstiegsplatz in der Liga, deshalb spielten wir auch mit der elomäßig stärkst möglichen Aufstellung.

Laszlo Gonda hatte auf Brett 1 meiner Ansicht leichten Vorteil aus der Eröffnung gegen seinen ungarischen Großmeisterkollegen. Nach einem Opfer endete die Partie allerdings bald im Dauerschach. Auf Brett 2 spielte heuer erstmals Andras Flumbort gegen IM Baumegger mit Schwarz. Sehr solide und ohne Probleme steuerte auch Andras einen halben Punkt bei.

Dann ist es aber spannend geworden. Innerhalb einer Minute passierte auf den Brettern 4-6 entscheidendes: In einer sehr bequemen Stellung mit etwas Stellungsvorteil wickelte Reinhard Heimberger begleitet von mehreren Rechenfehlern auf Brett 5 gegen Sandner in ein verlorenes Endspiel ab. Mein Blick nach rechts zu unserem Topscorer Zoltan Hajnal, der plötzlich ungehindert mit Schwarz die zweite Reihe mit dem Turm besetzen konnte, schaffte etwas Hoffnung. Mein Blick nach links zu Harry Casagrande, der mit seinem gerade erfolgten Figurenopfer, das optisch sehr gut ausgesehen hat, brachte weitere Erleichterung. Alle drei Partien endeten so, wie ich sie oberflächlich eingeschätzt hatte. Somit stand es 3:2 für uns, und der Mannschaftspunkt war schon mal sicher.

Florian Sandhöfner kämpfte mit Weiß auf Brett 3 gegen GM Horvath wie gewohnt sehr stark. Mit zwei Mehrbauern für Flo nahm der GM dann das gebotene Remis auch an. Die weiße Königsstellung hätte Gewinnversuche nicht leicht gemacht. Der Mannschaftssieg mit 3,5:2,5 war unter Dach und Fach gebracht!

Somit war der Klassenerhalt fast schon sicher, dachten wir zumindest, musste doch unser erster direkter Konkurrent Leoben in der letzten Runde noch gegen den Tabellenführer Ansfelden antreten. Die Mannschaft der „Schachfreunde Graz“ hatte sich ebenfalls schon fast gerettet. Sie konnten Fürstenfeld sensationell mit 5,5:0,5 besiegen.

Runde 11: Gleisdorf - St. Valentin 1:5

Da unser Gegner Gleisdorf schon vor dieser Schlussrunde im gesicherten Mittelfeld lag, trat er dieses Mal ohne ausländische Verstärkung an.

Relativ bald neigte sich der Wettkampf zu unseren Gunsten. Auf Brett 1 konnte Laszlo schnell einen Bauern gewinnen. Gegen einen Großmeister ist das natürlich schon ein schwerer Rucksack. Auf Brett 2 erlangte Andras auch sehr schnell Vorteil und Zoltan konnte wieder einmal seine kombinatorischen Fähigkeiten im Mittelspiel unter Beweis stellen. Alle drei Partien waren relativ bald für uns entschieden, und so blieb ein großes Nervenflattern auch aus. Jedoch nicht wegen des Matches Leoben gegen Ansfelden, bei dem unsere Schachfreunde aus Oberösterreich völlig überraschend einen sehr schweren Stand hatten. Sie verloren schließlich auch gegen Leoben völlig verdient mit 4:2 und hätten uns keine Schützenhilfe leisten können.

Diese war aber auch nicht notwendig: Reinhard konnte seinen Fauxpas vom Vortag mit einer guten Partie ausbessern und ebenfalls einen Sieg einfahren. Flo kam dieses Mal nicht sehr gut aus der Eröffnung, konnte die schwierige Partie aber im Endspiel in das Remis retten. Joachim Dornauer, der Harry ersetzte hatte, kam in keiner Phase der Partie in Gefahr, die Kontrolle zu verlieren. Leider wurde es auch in einer beiderseits fehlerlos geführten Partie nicht mehr – ein logisches Remis.

Somit gelang mit dem 5:1 der vierte Sieg in Serie, der uns noch auf Platz 8 brachte und den Klassenerhalt bedeutete. Eine schwierige Saison konnte damit noch positiv beendet werden.

Das Mannschaftsblitzturnier gemeinsam mit der 1. Bundesliga sollte daher am Sonntag noch ein würdiger Abschluss werden.

Abschlussblitzturnier: Platz 19

Mit der Besetzung Sandhöfner, Heimberger, Casagrande, Kranzl und Dornauer starteten wir als Nummer 17 von 25 Mannschaften in das Turnier. Ziel war es, dem Freilos zu entrinnen und alle neun Wettkämpfe zu bestreiten. Allerdings erreichten wir dieses Ziel nicht. Gut spielten Harry und Peter, die auch ein Plusergebnis erreichen konnten. Auch von Florians Leistung war in Ordnung. Unter der Erwartung blieben aber Reinhard und Joachim, die nie richtig in das Spiel fanden.

Sieger wurde Jenbach vor St. Veit und Maria Saal 1, die allesamt 15 Mannschaftspunkte erzielen konnten.

Ergebnisse

Bericht: Reinhard Heimberger

Fotos: Peter Kranzl (mehr)

Zoltan Hajnal mit einem Topergebnis
Zoltan Hajnal mit einem Topergebnis
Andras Flumbort remisiert gegen Baumegger
Andras Flumbort remisiert gegen Baumegger
Reinhard Heimberger und Harry Casagrande, der die Schwächen von 3. De2 auslotet
Reinhard Heimberger und Harry Casagrande, der die Schwächen von 3. De2 auslotet
Abendliche Analyse nebst Erfrischung
Abendliche Analyse nebst Erfrischung
Prestigekampf in der 1. Bundesliga: Dragnev (re.) gegen Ragger (li.)
Prestigekampf in der 1. Bundesliga: Dragnev (re.) gegen Ragger (li.)
Die Damenbundesliga war auch zugegen
Die Damenbundesliga war auch zugegen
Joachim Dornauer und Reinhard Heimberger
Joachim Dornauer und Reinhard Heimberger
Sonntagmorgenstimmung am Stadtplatz
Sonntagmorgenstimmung am Stadtplatz
Meistertitel für Ansfelden - wir gratulieren!
Meistertitel für Ansfelden - wir gratulieren!

Schülerliga-Turnier in Wartberg/Aist

Mit acht Kindern haben wir am 24.März beim 4. Turnier der Schülerliga-Nord-Serie in Wartberg teilgenommen. Das Turnier war mit insgesamt 64 Teilnehmern aus ganz Oberösterreich hervorragend besucht. Es ist altersgruppenübergreifend in einer Gruppe gespielt worden.

U10

Bei der U10 haben 4 Spieler vom ASK St. Valentin teilgenommen. Hier waren zwei Neulinge von uns am Werk, wobei sich Felix Ullmann mit 2,5 Punkten aus 6 Runden am besten geschlagen hat. Mit dem gleichen Ergebnis konnte Jonas Lemp bei seinem erst 2. Turnier aufzeigen. Nicht ganz nach Wunsch lief es für Kilian Ullmann, unserem „routiniersten“ Spieler in dieser Altersklasse. 2 Punkte und eine Menge Erfahrung konnte aber auch er mit nach Hause nehmen.

Am Freitag war er das erste Mal im Training und spielte am Samstag schon das erste Turnier: Nico hätte wohl die eine oder andere Partie gewonnen, wäre nicht die Schachuhr ungewohnt für ihn gewesen. Wenn das Mattsetzen noch etwas präziser wird, schaut auch der eine oder andere Punkt mehr heraus. Einmal passierte ihm das Missgeschick, in Gewinnstellung seinen Gegner patt zu setzen. Aber da muss wohl jeder Schachspieler einmal durch.

U12

Unsere Vertreter bei der U12 waren Markus Heimberger, Jan-Niclas Hartl und Leon Huschka. Mit einem guten Tag konnten sich die ersten 2 berechtigte Hoffnungen auf einem Platz unter den ersten 3 machen, auch wenn viele schon ganz gute Spieler in dieser Gruppe vertreten waren. Und wirklich, Markus spielte sehr gut und auch konzentriert. Einzig gegen den späteren Turniersieger Mario Hofstadler musste er sich geschlagen geben. 5 Siege und Platz 2 in der U12 waren eine tolle Ausbeute, mit der er im Gesamtturnier den 4. Platz belegte.

Jan-Niclas startete ebenso souverän. Ein Hänger in der 3. und 4. Runde kostete ihm einen Platz auf dem Podest, aber 5. Platz in der U12 mit 4 Punkten ist auch ein gutes Ergebnis. Leon erreicht mit 3 Punkten den 12. Platz in der U12. Es war auch für ihn ein starkes Resultat, und man hat gesehen, dass er sich in letzter Zeit wesentlich verbessern konnte.

U15

Bei der U15 spielte Florian Rupaner mit und erreichte starke 4 Punkte. Damit konnte auch er sich im Vergleich zur Setzliste besser platzieren.

In Summe war es ein sehr spannender Schachnachmittag mit unserem Nachwuchs. Wenn auch zwischendurch die eine oder andere unglückliche Niederlage dabei war, war am Ende jeder mit seinem Turnier zufrieden. Wir werden daran arbeiten, uns weiter zu verbessern!

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Die 2. Bundesliga Mitte in Fürstenfeld

Vom 9. bis 11. Februar fanden die Runden 7 bis 9 statt. Nachdem ja das zweite Wochenende für uns sehr schlecht verlaufen ist, waren wir ziemlich unter Zugzwang. Unser Ziel waren 4 Mannschaftspunkte, um uns etwas Luft im Abstiegskampf zu verleihen.

Runde 7: St. Valentin – Pinggau-Friedberg 1,5:4,5

Am Freitag waren wir gegen die elostärkste Mannschaft der Liga aber klarer Außenseiter – nicht weniger als drei Großmeister und zwei Internationale Meister mussten wir bekämpfen. Wir machten uns aber trotzdem Hoffnungen auf eine Überraschung: „Vorne halten und hinten ein Lucky Punch“ so unsere geniale Strategie.

Lukas Breneis spielte gegen Georg Danner, der schon oft bei uns einen Trainingsabend abhielt
Lukas Breneis spielte gegen Georg Danner, der schon oft bei uns einen Trainingsabend abhielt

Der Wettkampf hat zu Beginn auch nicht so schlecht ausgesehen. Laszlo Gonda hatte auf Brett 1 einen Bauern mehr, dafür aber gegen den starken Großmeistergegner mit über 2600 Elopunkten eine etwas schlechtere Stellung. Auf Brett 2 spielte Florian Sandhöfner gegen Großmeister Ftacnik wiederum fehlerlos und kann erfolgreich jede gröbere Verwicklung vermeiden. Zoltan Hajnal spielte auf Brett 3 wie immer voll auf Angriff und erreichte nach der Eröffnung optisch klaren Vorteil. Mit der Eröffnung war auch Reinhard Heimberger auf Brett 4 gegen Mahdy sehr zufrieden und hatte problemlos Ausgleich erreicht. Lukas Breneis wollte anscheinend unseren „Trainer“ Georg Danner gleich überraschen und opferte am 10. Zug einen Läufer – wohl nicht korrekt, aber mit praktischen Chancen. Und auf Brett 6 hatte Klaus eine interessante Stellung gegen den einzigen titellosen Gegner erreicht.

Laszlo Gonda, seines Zeichens Großmeister
Laszlo Gonda, seines Zeichens Großmeister

Als erstes lenkte dann Florian seine Partie mit Schwarz in ein Remis – die Schlussstellung zeigt sogar ein leichtes Plus für ihn. Auch Laszlo auf Brett 1 einigt sich bald mit seinem Gegner im 30. Zug auf die Punkteteilung. Dann begann die Realisierung unserer Matchstrategie aber schön langsam Risse zu bekommen. Klaus sah zwar einen Bauerngewinn, entschied sich aber für eine andere Abwicklung. Reinhard hatte einen konkreten Plan, sah dann aber die Widerlegung. Lukas bekam einmal die Chance, die Partie zu drehen, übersah diese allerdings. Kurzum 3 mal 0 Punkte – denn es reichte nur noch zu einem Unentschieden auf Brett 3.

Mit den erreichten 1,5 Punkten waren wir doch weit weg von einem Mannschaftspunkt, aber ehrlicherweise war in unserer Planung für den Klassenerhalt auch nicht viel mehr eingeplant. In den nächsten Runden sollten wir es aber richten.

Runde 8: Villach - St. Valentin 3:3

Ganz klar, in dieser Runde waren zwei Mannschaftspunkte eingeplant. Immerhin spielten wir gegen die nur auf Platz 11 gelegenen Villacher. Die Niederlage der Villacher am Vortag gegen Sauwald, die aber sehr unglücklich zustande kam, war jedoch auch eine Warnung für uns.

Reinhard Heimberger beim Ausknobeln
Reinhard Heimberger beim Ausknobeln

Florian spielte auch dieses Mal wiederum in Topform und schaffte in Windeseile in nur etwas mehr als 25 Zügen die Führung für uns! Die sollte uns doch etwas Sicherheit geben, aber der Rest der Stellungen war irgendwie nicht das Gelbe vom Ei. Laszlo unternahm zwar Gewinnversuche, aber seine Stellung war zu diesem Zeitpunkt unklar. Einzig Reinhard hatte einen optischen Vorteil. Zoltan und Klaus standen etwas gedrückter. Lukas hatte viel gerechnet und objektiv wahrscheinlich Ausgleich, sein Gegner aber das potenziell starke Läuferpaar.

 

Eine unangenehme Überraschung ereignete sich leider auf Brett 1. Laszlo musste sich seinem nominell schwächeren Gegner geschlagen geben. Allerdings konnte dafür Zoltan seine schlechter stehende Partie in Folge drehen. Reinhard nützte seinen Vorteil nach der ersten Zeitkontrolle. So stand es 3:1 für uns, und es bestand Hoffnung auf weitere Punkte. Weniger bei Klaus, der nie richtig in die Partie fand und diese auch bald nach Reinhards Partieende verloren hat. Leider verschlechterte sich auch die Stellung von Lukas sukzessive und schlussendlich hat das Läuferpaar seines Gegners die Entscheidung herbeigeführt. Unterm Strich ergibt das am Ende eine gefühlte 3:3-Niederlage für uns. Bemerkenswert, dass es keine einzige Punkteteilung gab.

Runde 9: St. Valentin – Schachfreunde Graz 4:2

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Vergnügliches Schachtraining mit Georg Danner

Am 27.Jänner durften wir wieder die österreichische Legende, den Interntionalen Meister Georg Danner, zu unserem Vereinsabend begrüßen. Der beliebte steirische Entertainer in Sachen Schach hatte wieder ein interessantes, lehrreiches Partienmaterial zusammengestellt, das er dem Publikum präsentierte. Zumindest zu Beginn waren auch noch einige unserer Nachwuchsspieler anwesend, die nach dem Jugend- und Kindertraining noch für einige Zeit durchhielten, obwohl so mancher Elternteil seinen Sprössling lieber im Bett gesehen hätte... ;-)

Leon und Markus lernten aus nächster Nähe, wie man Turmfestungen durchbrechen kann
Leon und Markus lernten aus nächster Nähe, wie man Turmfestungen durchbrechen kann

Der Schwerpunkt lag diesmal im Endspieltraining. Dieser Partieabschnitt ist erfahrungsgemäß der schwierigste, gibt es doch eine Menge Wissen und Tricks, die hilfreich bei der Maximierung der Punkteausbeute sind. Einiges davon zeigte uns Georg auch an diesem Abend.

 

Den Anfang machte er in einem Doppelturmendspiel, das ein nominell schwächerer Gegner gegen Georg am Brett hatte und mit der nötigen Kaltblütigkeit leicht Remis halten konnte. Danach wurden verschiedene Turmendspiele mit einem Mehrbauern behandelt. Ein sensationeller Knüller war eine Bauernendspielstudie, in der sich nach verschiedenen Durchbrüchen ein Doppelbauer, der normalerweise eine mitunter entscheidende Schwäche darstellt, der siegbringende Faktor wurde.

Eine etwas kompliziertere Kost war das Endspiel Dame gegen Turm, das zwischen den beiden Weltklassegroßmeistern So und Ding Liren entstand. Mit der richtigen Methode, die Schnittpunkte für den Doppelangriff der Dame auf König und Turm zu suchen, lässt sich aber auch dieses Problem in einer praktischen Partie aus dem Weg räumen.

Jonas war bis zur Erschöpfung hochinteressierter Zuschauer und Mitdenker :-)
Jonas war bis zur Erschöpfung hochinteressierter Zuschauer und Mitdenker :-)

Kürzlich spielte Georg gegen einen der gegenwärtig stärksten Österreicher, dem jungen Steirer Andreas Diermair, in Deutschlandsberg eine Turnierpartie. Diermair zeigte mit guter Technik, wie sich ein Stellungsvorteil zum Sieg verdichten lässt, indem er zuerst eine Blockadefigur des Gegner abtauschte, um seinen Freibauern Flügel zu verleihen. Als er diesen Pluspunkt mit einem wunderschönen Königsangriff kombinierte, gab es keine Verteidigung mehr.

 

Aber auch Georg konnte bei diesem Turnier mit einem schönen Rochadeangriff punkten. Dieser entstand schon sehr früh durch seine energische Herangehensweise bei der Öffnung der Stellung. Damit erwischte er seinen Gegner prompt am falschen Fuß, der eher an einer ruhigen Partie interessiert war und schon bald das Nachsehen hatte.

Nach der Pause zeige uns Georg zwei bemerkenswerte Partien. Die erste nannte er die "Sensation von Grieskirchen". Der tschechische Großmeister Haba konnte in der 1.Bundesliga gegen den armenischen Weltklassemann Melkumyan lange ein Turmendspiel im Gleichgewicht halten. Aber selbst auf diesem Niveau spielt "Härte" eine entscheidende Rolle, wenn ein Spiel in die fünfte oder sechste Spielstunde geht. So auch hier: Eine winzige Ungenauigkeit verschlechterte Habas Stellung und der Tscheche gab auf. Wie sich nachher herausstellte, wäre das nicht notwendig gewesen! Die Verteidigungsressourcen wäre noch nicht erschöpft gewesen... Auch Großmeistern passieren solche Missgeschicke.

 

Das "Wunder von Deutschlandsberg" nannte Georg eine Partie des lettischen Turniersiegers Toms Kantans. Der spielte mit Schwarz einen eher unkonventionellen Aufbau in der Spanischen Partie. Damit zwang er seinen jungen talentierten Gegner schon früh zum selbständigen Denken. Die Synthese von positionellen Konzepten und taktischen Sticheleien ließen die Partie wie aus einem Guss erscheinen.

Nach vier unterhaltsamen und lehrreichen Stunden beendeten wir unseren Trainingsabend. Bestimmt war auch diesmal wieder für jeden etwas dabei. Die Dateien mit den Analysen von Georg werden allen Beteiligten natürlich wieder zugesandt!

Schülerlandesmeisterschaft in Wartberg an der Aist: Maxi Stadlbauer gewinnt!

Am 4. und 5. Jänner fand in Wartberg/Aist die Schülerlandesmeisterschaft statt. Fünf Nachwuchsspieler aus unserem Verein nahmen daran teil. Unsere größten Hoffnungen lagen dabei in der U10, aber auch in der U12 konnte man sich kleine Hoffnungen auf einen Podestplatz machen.

Siegerehrung bei der U10 mit dem neuen Landesmeister Maxi Stadlbauer
Siegerehrung bei der U10 mit dem neuen Landesmeister Maxi Stadlbauer

U8/U10

 

Diese zwei Altersklassen wurden zusammengelegt, da in der U8 nur drei Spieler anwesend waren. Maxi Stadlbauer wurde dabei in der U10 erfreulicherweise seiner Favoritenrolle gerecht und konnte bereits am ersten Tag mit drei ungefährdeten Siegen den Grundstein für seinen Landesmeistertitel legen. Zwei Spiele ohne jedes unnötige Risiko am zweiten Tag ergaben einen auf den ersten Blick knappen Sieg, die Rundenfortschrittstabelle zeigt aber, dass dieser nie gefährdet war. Ebenfalls in der U10 spielte Kilian Ullmann seine ersten Turnierpartien. Klar war hier zu sehen, dass ihn das erstmalige Mitschreiben einer Partie noch stark ablenkte. Die 2 Punkte aus 5 Spielen und der 11. Platz können sich wirklich sehen lassen.

 

Landesmeister Maxi Stadlbauer, Jan-Niclas Hartl, Kilian Ullmann, Markus Heimberger und Florian Rupaner mit ihrem stolzen Trainer
Landesmeister Maxi Stadlbauer, Jan-Niclas Hartl, Kilian Ullmann, Markus Heimberger und Florian Rupaner mit ihrem stolzen Trainer

U12

 

Markus Heimberger und Jan-Niclas Hartl durften sich leise Hoffnungen machen, in dieser Gruppe den einen oder anderen stärkeren Spieler ein Schnippchen zu schlagen. Schlussendlich erreichten beide 2,5 Punkte aus 5 Partien, und ihnen gelang das eine oder andere Highlight. Markus hatte bei der Auslosung der Schlussrunde das Pech, dass er gegen den topgesetzen Hersel Richard spielen musste. Trotz guter Gegenwehr verlor er leider. Bei einem Sieg wäre das Podest möglich gewesen.

Jan-Niclas musste bereits am ersten Tag zwei Niederlagen hinnehmen. Am zweiten Tag spielte er schon sicherer und bei besserer Endspieltechnik hätte er sogar noch 3 Punkte erreichen können. So blieben am Ende die guten Plätze 8 und 9, ein schönes Eloplus für beide inklusive.

U14

 

Ebenfalls die ersten Turnierpartien spielte Florian Rupaner in der U14. Hier gilt das gleiche wie für Kilian, nur hatten fast alle seiner Gegner auch schon Elopunkte. Es war aber wichtig, dass er die ersten Schritte in das Turnierschach gemacht hat. Mit einem Punkt schaffte er den 15. Platz.

 

Bericht: Reinhard Heimberger

Bericht beim Landesverband

Mannschafts-LM im Blitzschach: Sauwald gewinnt, St. Valentin wird Vierter

Am 6. Jänner stand wieder das traditionelle Mannschaftsblitzturnier im Linzer Rathausfestsaal am Programm. Auch heuer konnten wir an dieser prächtigen Veranstaltung mit über 200 Aktiven drei Mannschaften stellen, von denen zwei den Sprung in das A-Finale schafften. Die dritte Mannschaft konnte ihr Können im B-Finale zeigen.

4. Platz für Peter Kranzl, Harald Casagrande, Reinhard Heimberger und Florian Sandhöfner
4. Platz für Peter Kranzl, Harald Casagrande, Reinhard Heimberger und Florian Sandhöfner

Wie schon die letzten Jahre war auch heuer wieder der Sprung auf das Podest etwas zu hoch für uns, obwohl wir auch heuer wieder gegen die späteren Top 3 ungeschlagen blieben. Der Abstand zu Platz 1 betrug nach 17 spannenden Runden nur knappe 5 Punkte.

 

Sehr stark spielten Harald Casagrande und Peter Kranzl auf den Brettern 3 und 4 mit 14,5 Punkten, auch die 11 Punkte von Florian Sandhöfner auf Brett 1 waren noch gut. Leider etwas zu wenig die 9,5 Punkte von Reinhard Heimberger auf Brett 2.

 

 

11.Platz für die zweite Mannschaft mit Joachim Dornauer, Gerald Herndl, Rudi Trauner und Hans Weilguni
11.Platz für die zweite Mannschaft mit Joachim Dornauer, Gerald Herndl, Rudi Trauner und Hans Weilguni

Zufrieden konnte man mit dem Abschneiden der zweiten Mannschaft sein, auch wenn sie das sehr gute Resultat vom Vorjahr nicht wiederholen konnte. Das Team bildete Joachim Dornauer, Gerald Herndl, Rudolf Trauner und Johann Weilguni.

 

Die dritte Mannschaft mit Fritz Bamer, Peter Wegner, Konrad Bräuer, Günter Michael und Roland Preisler erreichte im B- Finale den 18. Platz.

 

Der Sieg und somit der Landesmeistertitel ging nach einem spannenden Bewerb an die mit zwei deutschen Gastspielern verstärkte Mannschaft von Sauwald 1 (Wisnet, Schmidt, Testor und Hiermann) vor Ansfelden 1. Der dritte Rang ging an Grieskirchen 1. 

Bericht: Reinhard Heimberger

Fotos: Peter Kranzl

Bericht beim Landesverband