Berichte

Finale der 2. Bundesliga Mitte in Frauental an der Laßnitz

Vom 1.-3. März fanden in Frauental die drei Schlussrunden der 2. Bundesliga Mitte statt. Wir hofften mit einem Sieg am Freitag bereits die Weichen auf Klassenerhalt stellen zu können. Eine Platzverbesserung in den letzten beiden Runden wäre der Idealverlauf für unser Team. Leider kam es durch einen oberösterreichischen Verein an diesem Wochenende zu einem Tabubruch, der möglicherweise die Liga in nächster Zeit verändern wird. Dazu später mehr.

Runde 9: ASK St. Valentin – Klagenfurt 4,5:1,5

Am Freitag ging es gegen Klagenfurt los. Beim Blick auf die gegnerische Aufstellung war uns klar, dass der erhoffte Sieg gegen das Tabellenschlusslicht alles andere als leicht wird. Die Wörthersee-Städter spielten nahezu in Bestbesetzung, und wir hatten doch den einen oder anderen Ausfall zu verkraften. Vorteile sahen wir auf den Brettern 1 und 3, auf den anderen Brettern waren wir durchwegs knapp eloschwächer. 

Andi Eder hatte einen starken Auftritt
Andi Eder hatte einen starken Auftritt

Zwischenzeitlich sah es auch nicht so toll aus, da Florian Sandhöfner doch Nachteile in seiner Stellung gegen Wertjanz hatte. Andi Eder erreichte im Gegenzug eine angenehme Position. Der Rest der Partien war ungefähr in der Waage. Als Florian seine Partie für sich entscheiden konnte, kippte der Wettkampf auf unsere Seite. Andi konnte einen überzeugenden Sieg einfahren und Zoltan seine zweischneidige Partie durch seinen kompromisslosen Angriffsstil ebenfalls erfolgreich zu Ende bringen. 

 

Nachdem der Kärntner Pilaj ein Remisangebot von Andras Flumbort ehrgeizig ablehnte, überzog er schnell seine Partie, und wir waren gar mit 4:0 in Führung gegangen! Reinhard Heimbergers Partie sah nach anfänglichen Schwierigkeiten ebenfalls sehr vielversprechend aus, aber in der heurigen Saison gelingt fast gar nichts. Dass am Schluss "nur" die Punkteteilung steht, tat aber der Freude des Mannschaftsführers keinen Abbruch. Leider gelang Gerald Herndl, der kurzfristig für Gerhard Tober einsprang, am Schluss kein Erfolgserlebnis. In einer durchaus spannenden Partie fand zuerst der Gegner nicht die richtige Fortsetzung, aber Gerald anschließend ebenso nicht...

Mit dem Mannschaftssieg fühlten wir uns aber gerettet und dachten, dass unser Ziel erreicht war – mit 10 Mannschaftspunkten auch durchaus verständlich.

Runde 10: Schachfreunde Graz – ASK St. Valentin 4,5:1,5

Gerald Herndl spielte sichtlich vergnügt
Gerald Herndl spielte sichtlich vergnügt

Wir erwarteten einen ausgeglichenen Wettkampf gegen die Grazer. Unser Gegner stand außerdem unter Druck, da er mit 7 Punkten nur knapp vor dem Klassenerhalt sichernden 10. Platz lag.

 

Der Wettkampf begann dann aber denkbar ungünstig. Gerald verunglückte bereits in der Eröffnung. Sein Gegner spielte die Partie aber auch bärenstark. Andras konnte seine Partie immer im Gleichgewicht halten und schaffte mit Schwarz ein Remis gegen einen annähernd gleich starken Gegner. Florian hatte eine sehr interessante Partie gegen Huber, die nicht leicht einzuschätzen war. Das Remis ist sicher schwer in Ordnung.

 

Klaus Theuretzbacher erfindet immer Probleme für seinen Gegner, manchmal auch für sich selbst
Klaus Theuretzbacher erfindet immer Probleme für seinen Gegner, manchmal auch für sich selbst

Meistens ausgeglichen stand Reinhard gegen Barbara Teuschler. Bei Zoltan gegen Kravanja und speziell bei Klaus gegen Jusic waren die Stellungen sehr unklar, aber gefühlt eher schwierig für uns. Leider lief es einfach nicht. Auch die Sonne, die uns dann in der beginnenden Zeitnot bis zum Schluss noch ins Gesicht schien, trieb uns Schweißperlen auf die Stirn. Bei Reinhard keimte gegen Ende der Zeitnot kurz Hoffnung auf einen ganzen Punkt auf. Nach der Zeitkontrolle war genaueres Rechnen angesagt. Trotzdem blieb am Ende nur die Erkenntnis, dass nicht mehr als ein Remis herausspringt.

 

Klaus hatte eine Stellung mit Mehrfigur in großer Zeitnot erreicht, der Gegner dafür einen gefährlichen Mattangriff. Ein Rechenparadies für einen Computer, der natürlich Vorteil für Klaus ausspuckt, aber mit dieser Zeitnot war die Rettung nur schwer zu finden. So musste er, wie auch Zoltan, der diesmal zu viel riskierte, die Partie aufgeben.

 

Somit gab es eine hohe Niederlage, und beim Blick auf die Tabelle mussten wir überrascht feststellen, dass in der letzten Runde unbedingt ein Mannschaftspunkt her musste, da sonst der ominöse 10. Platz - gleichbedeutend mit einem möglichen Abstiegsplatz - drohte.

Runde 11: ASK St. Valentin – Frauental 3:3

Johann Weilguni unterlag nach langem ausgeglichenem Kampf
Johann Weilguni unterlag nach langem ausgeglichenem Kampf

Spannung bis zum Schluss! Von Platz 6 bis 10 tobte der Abstiegskampf, und am anderen Ende der Tabelle matchten sich Grieskirchen und Fürstenfeld um den Aufstieg. Wenn man die Aufstellungen ansah, war eher Frauental in der leichten Favoritenrolle – nur auf zwei Brettern steht ein Eloplus für uns. Speziell ruhten unsere Hoffnungen auf Zoltan, der unser Brett 3 spielt. Mit Weiß ist er noch stärker, andererseits war der Druck nicht gerade klein.

 

Andras opferte in der Eröffnung einen Bauern und es war lange Zeit nicht ganz klar warum, zumindest für mich. Daher nahm ich gegen FM Supancic, dessen Bauernopfer ohne lange zu zögern, auch an und hatte lange Zeit ein sehr gutes Gefühl. Florians Stellung gegen GM Mohr war nicht einfach, aber in Remisbreite. Klaus und Johann Weilguni, der diesmal unser sechstes Brett spielte, hatten mit Schwarz ausgeglichene Stellungen. Zoltans Partie war wie immer schwer einzuschätzen. 

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2. Bundesliga Mitte in St. Veit/Glan

Vom 18.-20. Jänner fanden die Runden 6 bis 8 der 2. Bundesliga Mitte in St. Veit an der Glan statt. Gemeinsam mit der 1. Bundesliga und der Frauenbundesliga wurde wieder ein schöner Schach-Event veranstaltet. Unser Ziel waren ambitionierte drei Mannschaftspunkte, obwohl zwei von unseren drei Gegnern Mitfavoriten auf den Titel waren.

Runde 6: St. Valentin - Fürstenfeld 1,5:4,5

Am Freitag ging es gegen Fürstenfeld los. Beim Blick auf die gegnerische Aufstellung war uns klar, dass es sehr schwer wird. 2 Großmeister vorne und dahinter 3 IM`s – Fürstenfeld will aufsteigen, und wir sollten dabei kein Stolperstein sein.

Florian Sandhöfner konnte diesmal nicht punkten. Ein seltener Vorfall.
Florian Sandhöfner konnte diesmal nicht punkten. Ein seltener Vorfall.

Der Wettkampf begann mit zwei raschen Remisen von Laszlo Gonda und Zoltan Hajnal. Die beiden waren wohl ob der langen Anreise auch etwas müde. Damit stand es schnell 1:1, aber die Situation wurde dadurch nicht leichter, weil die Remisen auf zwei Weißbrettern geschlossen wurden. Florian Sandhöfner, bis dahin auf Brett 2 noch ungeschlagen, spielte mit Schwarz gegen den zweiten Großmeister von Fürstenfeld.  Er kam relativ rasch unter Druck und konnte schlussendlich dem Königsangriff nichts mehr entgegensetzen. 

 

Gerhard Tober spielte auf Brett 5 gegen IM Kuba. Er musste nach dem Damentausch sehr um den Ausgleich kämpfen, schaffte aber das Spiel in den Remishafen zu lenken. Nach der Partie zeigte ihm sein Gegner, welche Eröffnungen er so in den letzten Jahren gespielt hat inklusive der möglichen lustigen Abspiele.

Somit kämpften Peter Kranzl und Reinhard Heimberger um den Mannschaftspunkt. Dafür mussten auch unsere Gegner mithelfen, denn die Stellungen waren schon sehr gut für sie. Reinhards Partie war spannend. Der Versuch, die Partie für sich entscheiden zu wollen war da, aber ein Fehler in Zeitnot machte sogar den halben Punktgewinn unmöglich.

 

Peter verteidigte sich lange Zeit umsichtig, aber auch er musste schlussendlich eingestehen, dass er nicht mehr alle Drohungen parieren konnte und gab deshalb auf.

 

In Summe muss man die Überlegenheit des Gegners an diesem Tag anerkennen, vielleicht war die Niederlage aber doch zu hoch. Ein Punktgewinn war allerdings außer Reichweite. 

Runde 7: Pinggau / Friedberg - St. Valentin 2,5:3,5

Mit Pinggau/Friedberg wartete der nächste Titelfavorit auf uns. Durch die Niederlage in der 6. Runde waren wir mittlerweile schon auf Platz 9 abgerutscht und nur noch einen Platz vor einem wahrscheinlichen Abstiegsrang. Es fehlte bei Pinggau aber die Nummer 1, und so sahen wir uns, obwohl wieder 2 GM‘s und 3 IM‘s gegenübersaßen, nicht ganz ohne Chancen. Gerhard gönnte sich einen Tag Pause. Andreas Eder ersetzte ihn.

Laszlo Gonda gelang ein brillanter Sieg gegen Großmeister Ftacnik
Laszlo Gonda gelang ein brillanter Sieg gegen Großmeister Ftacnik

Florian spielte mit Weiß topsolide und zeigte, dass er problemlos einem Großmeister ein Remis abnehmen kann. 3,5 Punkte aus 7 Runden gegen einen Eloschnitt von ca. 2400 sind einfach nur stark. Andi gegen unseren „Altmeister“ und beliebten Schachtrainer Georg Danner. Andi hat wohl speziell im Endspiel mit Türmen bei seinen Vorträgen in St. Valentin gut aufgepasst. Die Partie endete auch leistungsgerecht Remis.

 

1:1 stand es somit wie am Vortag, aber dieses Mal sahen die anderen Partien besser aus. Reinhard spielte auf Brett 4 gegen IM Mahdy, gegen den er nicht bis jetzt nicht wirklich tolle Ergebnisse liefern konnte. Und auch in dieser Partie war es nicht leicht, aber mit einem Bauernopfer in beginnender Zeitnot keimte Hoffnung auf. Leider war dann der Gegenangriff doch zu stark und somit ging diese Partie verloren.

 

Zu diesem Punkt stimmten aber die Partien von Laszlo und Peter optimistisch. Die Partie von Zoltan war schwierig, aber noch haltbar. Vielleicht lag hier sogar eine große Überraschung in der Luft?

 

Tatsächlich schafft Laszlo, der ein tolles Figurenopfer spielte, GM Ftacnik zu besiegen – Ausgleich! Peter sagte vor der Partie, dass er alle Opfer annehmen wird. Wie recht er hatte, zeigte sich gleich am Beginn, da er gegen ein Gambit kämpfen musste. Zuerst ein Bauer mehr, dann 4 Bauern und Springer gegen den Turm: Immer größer wurde der Materialvorteil. Natürlich hatte Peters Gegner die Initiative, deshalb war auch noch der eine oder andere bange Moment dabei. Aber am Ende durfte sich Peter wieder einmal zu einem Sieg gratulieren lassen.

 

Zoltan verteidigte sich mit einem sehr „aktiven“ König bei jeweils Dame, Turm und drei Bauern am Brett in Zeitnot exakt und sicherte uns so zwei unerwartete Punkte! Wir konnten somit einmal kräftig durchatmen, denn bei einer Niederlage wären wir auf Platz 10 zurückgerutscht. 

Runde 8: Gleisdorf - St. Valentin 3:3

Gleisdorf stellte stärker als erwartet auf, somit gab es beim Blick auf die Paarungen aus meiner Sicht keinen Favoriten. An diesem Tag hatte Peter seinen freien Tag, und Gerhard spielte statt ihm.

Andreas Eder und Gerhard Tober
Andreas Eder und Gerhard Tober

Der Wettkampf begann gar nicht gut. Irgendwo im Mittelspiel passierte Florian ein Fehler, den der dritte Großmeister, den er an diesem Wochenende zu bekämpfen hatte, ausnützte und für Gleisdorf auf 1:0 stellte. Aber wieder war es Laszlo, der ein sehr starkes Wochenende spielte und für den Ausgleich verantwortlich zeichnete.

 

Ungewohnt aggressiv spielte er seine letzten zwei Partien. Dafür ist im Normalfall Zoltan Spezialist, der in dieser Runde seinem Gegner in der Eröffnung einen Bauern schnappte und diesen im Endspiel auch verwertete.

 

Somit lagen wir 2:1 voran. Etwas schwieriger als am Vortag war die Partie für Andi. Aber er konnte die kritische Phase in der Zeitnot gut überstehen und einigte sich nach der Zeitkontrolle auf ein Remis.

Ganz schlecht läuft es heuer für Reinhard. Auf der Habenseite steht ein Sieg, dem aber bereits sechs Niederlagen gegenüberstehen. Auch in dieser Partie passieren wieder kleinere Ungenauigkeiten, aber trotzdem ist immer der Versuch da, wieder eine Partie zu gewinnen. Zu Beginn sah es auch gut aus, mittendrin war alles möglich. Im Turmendspiel einigte er sich mit seinem Gegner auf ein Remis. 3:2 führten wir und ein Mannschaftspunkt war uns bereits sicher.

 

Gerhard kämpfte toll und hatte auch gute Chancen, die Partie auszugleichen. Wahrscheinlich war es die viele Bedenkzeit, die er zu Beginn verbraucht hat, der Grund, dass es am Schluss nicht für das Remis gereicht hat.

Der Endstand war 3:3 und der dritte Mannschaftspunkt auf dem Konto. Das Ziel für das Wochenende war erreicht!

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2. Bundesliga Mitte in Taufkirchen/Pram

Vom 24.-25. November fanden die Runden 4 und 5 der 2. Bundesliga Mitte in Taufkirchen statt. Nachdem wir ja ganz gut in die Saison gestartet waren, wollten wir mit unserer Leistung an das erste Wochenende anknüpfen: Unser Ziel waren drei Mannschaftspunkte.

Runde 4: Steyregg - St. Valentin 4,5:1,5

Am Samstag ging es gegen Steyregg los. Ein Gegner, gegen den wir einen ausgeglichenen Wettkampf erwarteten - eventuell mit einem leichten Vorteil für uns. Es gibt aber Tage, an denen rein gar nichts geht. Und so einer begann gleich bei der Ankunft von Zoltan Hajnal und Andras Flumbort: Zoltan kam krank und nach 7 Stunden Autofahrt total erledigt zum Wettkampf. Das erzeugte erste Sorgenfalten, die sich in den nächsten Stunden zu richtigen Furchen entwickelten.

Zoltan Hajnals härtester Gegner war seine angeschlagene Gesundheit
Zoltan Hajnals härtester Gegner war seine angeschlagene Gesundheit

Gleich zu Beginn sah sich Harry Casagrande auf Brett 5 mit einem Figurenopfer von Wiesinger konfrontiert, der das auch noch dazu ohne Zeit zu investieren gespielt hat. Daher traute sich Harry das Opfer nicht anzunehmen. Später musste er erfahren, dass haargenau das gleiche Opfer in der Vorgängerpartie von Deep Blue gegen Kasparov im Jahr 1995 vorgekommen war. 

 

Gerhard Tober konnte auf Brett 6 gegen Stolz Julius, der bei uns auch als Gastspieler in der Landesliga-Mannschaft tätig ist, nichts herausholen und war über eine Zugwiederholung nicht unglücklich. Remis.

Reinhard Heimberger wollte auf Brett 4 gegen Meyer unbedingt etwas aus der ausgeglichenen Stellung herausholen, damit wir als Team nicht zu sehr unter Druck kommen. Aber meistens geht so etwas, wie auch dieses Mal, schief und so ging Steyregg in Führung.

 

Das zwischenzeitliche Remis auf Brett 2 von Florian Sandhöfner gegen GM Velicka war einmal mehr ein schöner persönlicher Erfolg für ihn. Bei Harry sah es zwischenzeitlich so aus, als ob er sich aus seiner misslichen Lage herauskämpfen konnte. Aber irgendwie war der Gegenangriff nicht erfolgreich und so zerfiel schlussendlich doch noch seine Stellung. Zoltan kämpfte so gut es sein angeschlagener Gesundheitszustand zuließ. Am Ende jedoch fehlte die Kraft und er hatte keine Chance.

 

Gewohnt solide spielte Andras auf Brett 1 mit Schwarz und konnte so auch noch ein halbes Pünktchen auf unserer Habenseite verbuchen. In Summe wollte uns an diesem Tag nicht wirklich etwas gelingen. Die recht hohe Niederlage wurde Realität. 

Runde 8: St. Valentin – Freistadt/Wartberg 4:2

In dieser Runde waren zwei Mannschaftspunkte eingeplant, auch wenn nach dem Vortag doch etwas die Verunsicherung zu spüren war. Der Aufsteiger spielt ohne Legionärsverstärkung, hat eine junge, ambitionierte Mannschaft, die aber nach Papierform Außenseiter gegen uns war.

Reinhard hatte nicht seinen besten Tag erwischt.
Reinhard hatte nicht seinen besten Tag erwischt.

Nach knapp zwei Stunde machte ich einen ersten kurzen Blick auf die Stellungen. Auf Brett 1 hatte Andras gegen Leisch eine Qualität weniger, allerdings auf g7 einen gedeckten Freibauern – keine Ahnung ob das genug Kompensation ist oder nicht. Auf Brett 2 war bei Florians Partie gegen Mayerhofer kein Vorteil in Sicht. Zoltan spielte gegen Rechberger wieder mit verbessertem Gesundheitszustand. Daher hatte ich dort schon ein gutes Gefühl.

 

Beim Blick auf meine Stellung gegen Postlmayr hatte ich den Eindruck, dass alles passieren konnte. Mein Optimismus steigerte sich nicht in luftige Höhen, weil mein König unter Dauerdruck stand. Harrys Stellung gegen Farthofer war auch schwer einzuschätzen, und bei Gerhard war an Positivem auch nur das große Eloplus zu sehen.

 

Zum Glück neigte sich dann die Partie von Gerhard zu unseren Gunsten. Andras und Zoltan konnten danach auch rasch gewinnen, und Florian steuerte die Partie in den Remishafen. Als ich in meiner Partie dachte, dass ich Vorteil erreicht habe, passierte mir gleich wieder ein Fehler. Die Partie war plötzlich hoffnungslos verloren. Bei der späteren Analyse stellte sich heraus, dass selbst mein gefühlter Vorteil mehr einem Wunschdenken entsprang und nichts mit der Realität am Brett zu tun hatte.

 

Zum Glück konnte Gerhard schlussendlich noch seinen Mehrbauern verwerten und der Mannschaftssieg war in trockenen Tüchern. Zu erzählen bleibt noch die Geschichte über Harry und den großen Bluff. Der war früher eine Spezialität von Harry, doch dieses Mal fiel er selbst hinein: Das ungewollte Figurenopfer seines Gegners hätte er annehmen sollen, war doch die eigene Figur gedeckt. Trotzdem blieb ihm noch eine ausgezeichnete Stellung mit einem freien b5-Bauern als großen Stolz. Aber in Zeitnot wurde er „irrtümlich“ geopfert. Somit war ein Remis am Ende das Maximum, das noch möglich war. Es konnte aber durchgeatmet werden: Das 4:2 ist kein Ruhmesblatt, aber zwei wichtige Mannschaftspunkte waren eingesackt. Über das Wie fragt hoffentlich keiner mehr. 

Fazit

Wenn man das Abschneiden auf den ersten drei Brettern isoliert betrachtet, wären wir mit den Resultaten klar auf einem Aufstiegskurs. Die Ergebnisse auf den Brettern 4 bis 6 entsprechen aber denen eines Abstiegskandidaten: Zusammengerechnet ergibt das in Summe mit 5 Punkten den 8. Zwischenrang.

In der nächsten Dreierrunde warten mit Friedberg und Fürstenfeld zwei Aufstiegskandidaten. Es wird nicht leichter…

Bericht: Reinhard Heimberger

Fotos: Peter Kranzl

Ergebnisse

Auftakt der 2. Bundesliga Mitte im Schloss Parz in Grieskirchen

Im schönen Ambiente vom Schloß Parz fanden von 19. - 21. Oktober die ersten drei Runden der heurigen 2. Bundesliga Mitte statt. Die Auslosung bescherte uns in den ersten zwei Runden gleich zwei Mitfavoriten auf den Titel und mit Sauwald eine Mannschaft ungefähr auf Augenhöhe. Somit erhofften wir uns drei Mannschaftspunkte, zwei sollten es aber auf alle Fälle werden.

Runde 1: Maria Saal – St. Valentin 3:3

Der Spielsaal im Schloss Parz
Der Spielsaal im Schloss Parz

Gegen Maria Saal waren wir letztes Jahr ohne Chance. Dieses Mal hofften wir zumindest auf einen ausgeglicheneren Wettkampf. Leider hatten wir am ersten Tag Personalprobleme, doch zum Glück sprang Joachim Dornauer kurzfristig ein.

 

Los ging es und Harry Casagrande war auf Brett 5 nicht zu halten und sprang IM Kreisl gleich mit h5 gefolgt von h4 an – ja mein Herz lachte dabei. Bei meiner Partie auf Brett 4 gegen IM Tomanzini hatte ich dagegen weniger zu lachen, da mein Gegner die Stellung besser verstand als ich. Auf Brett 1 hatte Laszlo Gonda gegen IM Halvax ziemlich zu kämpfen, um die Remisbreite wahren zu können, was schließlich auch gelang. Auf Brett 2 war die Stellung von Florian Sandhöfner auch nicht unbedingt rosig. Zwischenzeitlich waren die Stellungen von Harry und Zoltan Hajnal unklar und die von Joachim klar besser.

Mit Eröffnungsproblemen hatte Harry am Samstag zu kämpfen
Mit Eröffnungsproblemen hatte Harry am Samstag zu kämpfen

Zu meiner großen Überraschung stand dann Florian auf und zeigte mir den Daumen nach oben: Mit etwas Glück schafften wir die Führung. Ich konnte meine Stellung nicht verteidigen und auch Harry musste sich in einer äußerst unterhaltsamen Partie geschlagen geben. Es lohnt sich, diese nachzuspielen. Nachdem Zoltan leider seine Gewinnchance in Zeitnot nicht nützen konnte, musste er mit der Punkteteilung einverstanden sein. Somit lagen wir mit 2:3 im Rückstand.

 

Ja, da war noch was – Brett 6 und die bessere Stellung von Joachim gegen FM Ertl. Blöderweise übersah Joachim eine Springergabel auf Dame und Turm. Weil Schach spielen bekanntlich Spass machen soll, machte er aus der Not eine Tugend und opferte eben seine Dame - für Verwicklungen Ende nie bei leichter Zeitnot von Joachim und größerer seines Gegners. Der machte einmal einen Zug erst in allerletzter Sekunde – nichts für schwache Nerven. Schlussendlich gelang Joachim ein hübscher Mattsieg, der uns ein 3:3 zum Auftakt bescherte, über das wir uns sehr freuten.

Runde 2: Grieskirchen – St. Valentin 2,5:3,5

Reinhard am Beginn eines längeren "Arbeitstages"
Reinhard am Beginn eines längeren "Arbeitstages"

Am Samstag war Absteiger Grieskirchen unser Gegner. Mit der starken Aufstellung von Grieskirchen war unschwer zu erkennen, dass der sofortige Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse das Ziel war und wir dafür kein Stolperstein sein sollten. Bei uns ersetzte Peter Kranzl auf Brett 6 Joachim.  Auf den Brettern 1 spielte Laszlo gegen IM Schwabeneder, auf Brett 2 Sandhöfner gegen GM Haba und Brett 6 Peter gegen FM Lendrodt. Es war auf diesen drei Brettern die ganze Zeit lang nicht sehr viel los und so endeten alle folgerichtig mit einer Punkteteilung.


Harry musste leider recht schnell gegen FM Webersberger mit einer schlechten Stellung kämpfen und konnte die auch nicht ausgleichen. Zoltan hatte mit Schwarz gegen IM Kilgus eine hochinteressante Stellung erreicht, zwar mit Minusbauern, aber dafür einige Angriffsmöglichkeiten. Ich hatte mit Weiß gegen IM Singer eigentlich immer einigermaßen Ausgleich. Da es bei Harry absehbar war, dass er nicht mehr hoch gewinnt, überlegte ich aus Wettkampfgründen, in meiner Partie in ein Damenendspiel mit Mehrbauern abzuwickeln. Dabei stand ich vor dem Problem, nicht berechnen zu können, ob dieses eventuell in einem Dauerschach endet.

 

Am Einserbrett spielte Laszlo Gonda (re.) gegen Florian Schwabeneder (Grieskirchen)
Am Einserbrett spielte Laszlo Gonda (re.) gegen Florian Schwabeneder (Grieskirchen)

Zoltan konnte seine tolle Partie erfolgreich beenden und somit hing der Ausgang des Wettkampfes vom Resultat meiner Partie ab. Aus welchen Gründen auch immer sah mein Gegner das Dauerschach, gab es aber nicht, und machte einen unbedachten Königszug. Ich ließ mich nicht zweimal bitten, konnte meine Chance nützen und uns einen etwas glücklichen 3,5:2,5 Sieg sichern. Drei Mannschaftspunkte gegen diese Gegner – damit waren wir natürlich mehr als zufrieden!

 

Runde 3: St. Valentin – Sauwald 2,5:3,5

Sauwald, unser Gegner am Sonntag, war wie wir mit drei Mannschaftspunkten gestartet. Dieses Mal spielte auf Brett 5 Peter, und Andi Eder komplettierte am sechsten Brett unsere Mannschaft.

Taggatz (re.) profitierte von Reinhards immerwährenden Optimismus, der sich diesmal als zu groß herausstellte
Taggatz (re.) profitierte von Reinhards immerwährenden Optimismus, der sich diesmal als zu groß herausstellte

 

Wenig los war wiederum auf Brett 1 bei Laszlo gegen IM Schmidt, auf Brett 2  IM Renner gegen Flo, der mit 2 Punkten auf dem zweiten Brett ein tolles Wochenende spielte, und auf Brett 5 bei Peter gegen Hiermann. Also wie gestern relativ rasch 1,5:1,5. Unser Topscorer Zoltan folgte rasch mit einem Sieg gegen FM Testor in gewohnt beeindruckender Weise und hat zwei Siege und ein Remis an diesem Wochenende verbucht -  herzliche Gratulation!


Es blieben noch zwei Schwarzbretter – Brett 4 FM Taggatz gegen Heimberger und Brett 6 Hellmayr – Eder. Eigentlich ist mir die Eröffnung sehr gut gelungen. Ich hatte gefühlten Vorteil und auch die Variantenberechnungen machten Spaß und liefen flüssig durch den Kopf. So war mir auch kein Risiko zu klein, doch leider war die Variantenberechnung auch nicht ohne Fehler. Die angestrebten Verwicklungen waren alles andere als vorteilhaft, der Verlust der Partie die logische die Folge.

 

 

Andi musste mit einer etwas schlechteren Stellung gegen den Topscorer von Sauwald kämpfen. Der Routine und der Genauigkeit von Alois Hellmayr konnte er schlussendlich nichts mehr entgegensetzen und musste ebenfalls aufgeben. Am Schluss steht ein eine etwas unglückliche Mannschaftsniederlage. In Summe gesehen können wir aber mit den drei Mannschaftspunkten sehr gut leben!

 

Weiter geht es in der 2. Bundesliga in vier Wochen bei der regionalen Runde in Taufkirchen an der Pram.

 

 

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Schülerligaturnier in Seewalchen

Am 29. September hat in Seewalchen am Attersee das erste Schülerligaturnier stattgefunden. Unser Verein war mit fünf Kindern in zwei Gruppen (U8/U10 und U12) vertreten.

Das war ein ziemlich cooles Turnier!
Das war ein ziemlich cooles Turnier!

In der Kategorie U8/U10 spielten Kilian Ullmann und Maximilian Ziebermayr in der 17 Teilnehmer umfassenden Gruppe mit. Kilian spielte sein bis dato bestes Turnier und hatte in der Schlussrunde die Chance, erstmals unter den besten drei zu landen. Leider musste er sich dort seinem Gegner geschlagen geben. Trotzdem reichte es in der U10 mit 3 Punkten noch zum tollen 5. Platz. Für Maxi war es sein erstes Turnier und er konnte dabei viel Erfahrung und auch 1,5 Punkte mitnehmen. Platz 11 für das erste Turnier kann sich wirklich sehen lassen.

 

In der U12 spielten mit Markus Heimberger, Jan Niclas Hartl und Paul Wurdinger gleich drei Spieler mit. Markus als Nummer 3 und Jan Niclas als Nummer 6 der Startliste habe ich von Beginn weg gute Chancen auf einen Platz unter den ersten drei gegeben. Es ist schlussendlich für beide sehr gut gelaufen. Markus konnte Platz 2 erreichen. Dafür musste er aber von der vierten Runde bis zum Schluss hart kämpfen, um mit einem Sieg und einem remis in der letzten Runde den tollen Erfolg zu sichern.

Anders verlief das Turnier für Jan Niclas, der bereits in Runde 1 gegen Paul verloren hat. Mit viel Kampf und Willen konnte er die nächsten drei Runden für sich entscheiden und in der letzten Runde mit einem Remis gegen die Nummer 1 den dritten Platz absichern.

Paul spielte ein sehr gutes Turnier, hatte aber bis auf die letzte Runde durchwegs starke Gegner zu bekämpfen. So blieb es schlussendlich bei einem Punkt und dem 10. Platz in der U12.

 

Es war ein sehr schöner Einstieg in die neue Saison und eine Freude mit den Kindern am Turnier teilzunehmen. Am Schluss steht bei den meisten ein Eloplus für Ihre Wertung!

 

Ergebnisse

Bericht: Reinhard Heimberger

Ergebnisliste U8/U10
Ergebnisliste U8/U10
Ergebnisliste U12
Ergebnisliste U12

Stadtfest in St. Valentin zum 35-jährigen Stadtjubiläum

Der Service-Trupp des ASK St. Valentin
Der Service-Trupp des ASK St. Valentin

Am 16. Juni 2018 veranstaltete die Stadtgemeinde St. Valentin ein großes Fest zum 35-jährigen Stadtjubiläum. Auf einer großen Bühne spielten verschiedene Bands ihre Songs und begeisterten an diesem lauen Frühsommerabend das Publikum. Daneben haben zahlreiche Vereine haben bei ihren Ständen für das leibliche Wohl gesorgt.

 

Der ASK St.Valentin war auch mit von der Partie. Die  Fußball- und Schachsektion taten sich zusammen, wobei die makellose Organisation durch Obmann Klaus Ruttenstock die Durchführung (Aufstellen der Stände, Tische und Bänke, Einkauf, u.v.m.) völlig reibungslos verlaufen ließ. Auch die gute Laune und die harmonische Zusammenarbeit der Helferinnen und Helfer beider Sektionen ließ den Abend trotz des starken Besucherzulaufes zu einem vollen Erfolg werden.

 

Vielen Dank an alle Beteiligten!

 

Beim Auf- und Abbau: Nussi, Joachim, Roland, Franz, Andi, Christian, Peter

Beim Kellnern: Petra, Victoria, Nussi, Joachim, Peter