Berichte

Medaillenregen für unseren Nachwuchs bei Jugendstaatsmeisterschaften im Turnierschach

Mädchen U12, Burschen U12 und U14: Gold für Alina, Silber für Noah und Bronze für Stella

Vom 30. Mai bis 2. Juni fanden in Fürstenfeld die Jugendstaatsmeisterschaften der U12 und U14 im Turnierschach statt. Von den 10 TeilnehmerInnen, die der oberösterreichische Landesverband entsandte, waren nicht weniger als 5 aus der Jugendabteilung vom ASK St. Valentin.

Gespielt wurde mit einer Bedenkzeit von 60 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug und Spieler.

Bei den Mädchen U12 waren unsere Chancen mit Alina Donets und Stella Haslinger am größten. Alina spielte ihre Klasse gekonnt aus und sicherte sich überlegen mit 6,5 Punkten aus 7 Partien und einem gehörigen Vorsprung den Staatsmeistertitel. Dahinter war das Feld knapp beisammen. Stella begeisterte mit ihrem unglaublichen Kampfgeist und konnte so zum Schluss Partien noch in ihre Richtung drehen. Der tolle dritte Platz war der verdiente Lohn dafür.

Die Dichte bei den Burschen in der U12 war schon enorm, mittendrin mit Noah Pleimer unser nächster Medaillenkandidat. Wie jedes Mal bei einer Staatsmeisterschaft kämpfte er auch hier bis zum Finale um den Staatsmeistertitel, aber die um eine Kleinigkeit schlechtere Zweitwertung brachte ihm schlussendlich den zweiten Platz. Tony Pollak spielte als 9 jähriger und damit jüngster Teilnehmer in dieser Gruppe mit. In der ersten Runde konnte er der Nr. 1 des Turniers ein Unentschieden abringen, gegen Ende des Turniers gingen ihm dann aber etwas die Kräfte aus, am Ende blieben wichtige Erfahrungen für die nächsten Turniere.

In der U14 gelang Thomas Kim ein ausgezeichnetes Turnier. Als Nummer 19 gestartet, konnte er sich schließlich auf Platz 9 einreihen. Etwas mehr Mut in der Mitte des Turniers hätte ihm vielleicht sogar noch ein besseres Ergebnis ermöglicht.

Burschen U8 und U10: Gold für Tymur

Bereits zu Pfingsten wurden die Altersklassen U8 bis U10 ebenfalls in Fürstenfeld ausgetragen. Auch hier konnten wir in der U8 mit Tymur Donets einen Staatsmeister stellen: Er präsentierte sich in überragender Form und erreichte 6 Punkte aus 7 Partien! Es ist schon sehr beachtlich, mit welcher Konzentration über alle sieben Runden gespielt und gekämpft wird. Bei der U10 war Tony Pollak zwar nicht in den Medaillenrängen zu finden, aber mit Platz 6 gelang eine wesentliche Verbesserung gegenüber der Setzliste.

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Saisonrückblick 2023/2024

St.Valentin 1 (Landesliga OÖ)

Der erwartete Zweikampf mit Hörsching, der spannender nicht sein hätte können: Wohl eine der knappsten Meisterschaftsentscheidungen der oberösterreichischen Landesliga, die es bis jetzt gegeben hat. Wenn eine Meisterschaft erst in der Drittwertung entschieden wird, braucht man natürlich auch Glück, um vorne zu sein. Nach einer durchwachsenen Leistung in der Mitte der Meisterschaft war der Rückstand auf Hörsching schon relativ groß. Ein sehr starkes Finish und ein hochspannender Kampf in der letzten Runde im direkten Duell machte dann aber doch noch den Wiederaufstieg beim Finale "dahoam" möglich. Herausragend in dieser Saison war dabei die Leistung von Jakob. Aber nicht unerwähnt darf auch die letzte Partie der Meisterschaft von Alois bleiben, der in einer unglaublichen Partie den Aufstieg fixiert hat.

St.Valentin 2 (2.Landesliga Ost)

Relativ sicher gelang es der zweiten Mannschaft einen nahezu ungefährdeten Sieg in der 2. Landesliga einzufahren. In der 4. Runde übernahm das Team den Platz an der Sonne und gab diesen bis zum Saisonende nicht mehr ab. Es ist bereits die zweite Saison, in der diese ohne Mannschaftsniederlage blieb – die letzte passierte im März 2022. Auch hier gab es mit Joachim, genauso wie Jakob, einen Spieler der mit 8,5 Punkten aus 10 Runden herausstach. Nicht die einzige parallele zur 1. Landesliga. Kurios, dass die 1. und 2. Mannschaft gleich viele Punkte sammelten und gleich viele Einzelsiege, Remisen und Niederlagen am Saisonschluss zu Buche stehen hatten.

St.Valentin 3 (Kreisliga Ost)

Nach einer hohen Niederlage in Runde 2 gegen Steyr war man zu Beginn der Saison auf Platz 10 zu finden. Kontinuierlich konnte man sich dann aber verbessern und schließlich noch einen guten Mittelfeldplatz erreichen. Wichtige Spieler der Mannschaft sind hier bereits Noah und Thomas, die beide auch schon in der 2. Landesliga zum Einsatz gekommen sind. Sie haben wesentlich dazu beigetragen haben, dass am Schluss ein guter 6. Platz erreicht werden konnte. Hervorheben möchte ich auch Konrad, der eine starke Saison spielte, und Jannick, der gleich bei seinem ersten Antreten in der Kreisliga gewinnen konnte.

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2.Landesliga, Finalrunde: Steg/Voest - St.Valentin 1,5:4,5

Die Ausgangssituation vor der letzten Runde: Wir führen mit gemütlichen 5 Punkten Vorsprung und der klar besseren Zweitwertung vor ASV und Steyregg. Die spielen in der letzten Runde gegeneinander, da müsste also ein Team 5,5 oder 6 Punkte machen, um uns zu gefährden. Und es wäre beinahe so gekommen. Steyregg beweist mit einem 5:1-Kantersieg, dass es als Team der letzten Runde gilt – da war doch mal was, etwas Schmerzhaftes in Aschach, noch gar nicht lange her, autsch.

Wir wollen uns jedenfalls nicht die Butter (und auch sonst nichts) vom Brot nehmen lassen und den Lohn für eine sehr solide Saison einfahren. Immerhin gab es keine einzige Teamniederlage, nach dem 3:3 gegen den Arbeiterschachverein Linz in der 1. Runde folgte Sieg auf Sieg, im Herbst sehr deutliche, im Frühjahr dann durchwegs knappe Ergebnisse.

Unser Gegner – die neu entstandene Spielgemeinschaft Linz Steg / Voest Linz – tritt zwar nicht in Bestbesetzung an, aber mit etlichen stärkeren oder zumindest unangenehm zu bespielenden alten Hasen (das Unangenehme durfte ich vor circa 2 Jahren mit einer schmerzlichen Niederlage gegen Manfred Goldmann zur Kenntnis nehmen).

Noch mal das Wichtigste vorab: Wir brauchen mindestens einen Punkt für den Meistertitel, können ja nicht darauf spekulieren, dass die anderen nicht genügend Punkte machen, und wir wollen die Saison standesgemäß mit einem Mannschaftssieg erfolgreich abschließen.

Das Match nimmt nun folgenden interessanten Verlauf (Vorsicht: Die Reihenfolge der Bretter richtet sich nach der Länge der Partie!):

Brett 6: Karl Bergmayr - Manfred Goldmann ½:½

Ein sehr rasches und schnörkelloses Remis bringt den ersten halben Punkt zum Meister. Karli stellt sich solid und absolut seriös auf und gibt zu erkennen, dass er alle Tiefen der Eröffnung wie aus dem Eff-Eff beherrscht ;-) Sein Gegner (wie gesagt: der kann was!) ist jedenfalls beeindruckt und froh über die Kurzpartie.

Brett 4: Horst Müller - Peter Stadler ½:½

Auch dieses Weißbrett kommt (wie Brett 6) nicht über die Eröffnung hinaus. Man kennt, schätzt und respektiert einander und will sich auch nicht gegenseitig wehtun. Die logische Folge: das frühe Unentschieden. Womit schon nach nur einer Stunde Spielzeit die letzten Zweifel ausgeräumt sind, wer am Ende von der Tabellenspitze der 2. LL Ost lacht: Wir sind Meister! Und noch einmal, weil‘s so schön ist: Wir sind Meister!

 

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1.Landesliga, Finalrunde: Hörsching - St.Valentin 2:4

Die Ausgangslage vor der letzten Landesliga-Runde ist klar: Hörsching führt mit 2 Punkten Vorsprung die Tabelle an. Der ASK St. Valentin braucht also im direkten Duell zumindest einen 4:2-Erfolg. Aber das ist nur eines der vielen Duelle an diesem Wochenende.

Das Team rund um Reinhard und all seine zahlreichen Helfer*innen hat ganze Arbeit geleistet und für großartige Spielbedingungen in der neuen Veranstaltungslocation Valentinum gesorgt. Immer spannend: Hat man bei so einem Mega-Event an alles gedacht? Ja, man hat. Ein Riesending für und mit 550 Schachbegeisterten, jung und alt, vom blutigen Anfänger bis zum Großmeister, dem Who is Who der oberösterreichischen Schachszene und weit darüber hinaus. Und es gestaltet sich zu einer denkwürdigen und wohl auf ewig in den Valentiner Schach-Geschichtsbüchern zu findenden Valentiner Erfolgsstory…

Doch eines nach dem anderen. Bürgermeisterin Mag. Kerstin Suchan-Mayr und Sportstadtrat Mag. Andreas Hofreither sind sichtlich froh über Ambiente, Dimension, Stimmung der Veranstaltung und geben den Startschuss. Dann geht’s auch schon los.

 

Die einzelnen Paarungen - auf den geraden Brettnummern haben wir Weiß - versprechen einen heißen Tanz.

Brett 1: Sebastian Bauer - Jakob Postlmayer

Brett 2: Harry Casagrande - Florian Mostbauer

Brett 3: Hannes Windhager - Florian Sandhöfner

Brett 4: Lukas Breneis - Hermann Knoll

Brett 5: Dino Hajdarevic - Alois Hellmayr

Brett 6: Reinhard Heimberger - Fridolin Buchegger

Meine Blicke sind ab diesem Zeitpunkt fast nur noch auf unser Landesliga-Match gerichtet. Und was sehe ich? Die Gegner in dunkelgrünen T-Shirts gedresst und mit überaus angespannten Gesichtern. Da ist nichts mit Lockerheit oder so, heute geht’s um etwas, das ist von Anfang an spürbar. Nur einer sticht da aus seinem Team heraus: Hermann verbraucht kaum Zeit, zieht Zug um Zug mit traumwandlerischer Sicherheit und setzt unseren Luki damit von Anfang an unter Druck.

Ganz anders unsere sechs Spieler. Das Motto lautet: Was geht, geht. Wir probieren alles – wir haben nichts zu verteidigen! Obwohl wir im Hintertreffen sind, haben wir als Jäger die bessere Ausgangssituation, paradox.

Auf den ersten drei Brettern verbrauchen die Hörschinger deutlich mehr Bedenkzeit. Auch eine Folge der größeren Anspannung.

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1.Landesliga, 10.Runde: St.Valentin - Nettingsdorf/Traun 5:1

Uiuiui, nichts für schwache Nerven! Erst schaut’s irgendwie super aus, der erste Sieg ist durch Luki sehr früh eingefahren, dann jedoch verschlechtern sich plötzlich einige Stellungen. Es braut sich eine herbe Enttäuschung zusammen, die Bretter 1, 4 und 6 scheinen davonzuschwimmen, auf 5 ist auch noch nichts klar, oje oje.

Und wir wissen, einen weiteren Rückschlag können wir gar nicht brauchen. Vielmehr hilft uns nur ein sehr hoher Sieg, wenn wir Hörsching in der letzten Runde noch fordern wollen. Und ja, das wollen wir auf jeden Fall. Unser Ziel lautet, den Vorsprung der Hörschinger auf 2 Punkte zu reduzieren, um dann mit einem 4:2 im direkten Duell am 6. April im Valentinum den Meistertitel zu erringen.

Mit Fortdauer dieses Samstagnachmittags erhört der Schachgott unsere Stoßgebete. Offenbar ist auch er an einem spannenden Finale interessiert und lässt daher die düsteren Wolken über unseren Partien vorüberziehen. Am Ende schaut dann doch noch das Wunschergebnis heraus.

Brett 1: Erwin Rumpl - Lukas Kepplinger 1:0

Die wohl atemberaubendste Achterbahnfahrt des Matches. Lukas pulverisiert die Ereignisse, „opfert“ vorübergehend die Dame, die er aber vorteilhaft (?) zurückbekommt. Letztlich entsteht ein für den unwissenden Betrachter völlig unübersichtliches „Endspiel“ mit je zwei Türmen, ungleichfarbigen Läufern und etlichen Bauern, die entweder schwach, blockiert oder Freibauern sind. Alle drei Ergebnisse sind möglich, irgendwann ist die Bedenkzeit aufgebraucht, man lebt von den 30 Sekunden Zuschlag pro Zug. Zu unser aller Überraschung schafft es Erwin, eine scheinbar deutlich schlechtere Position zu drehen und doch noch den ganzen Punkt für uns einzutüten. Das ambitionierte schwarze Spiel wird – glücklicherweise – nicht belohnt. Schnauf.

Brett 2: Peter Freimüller - Jakob Postlmayer 0:1

Auf Jakob ist Verlass. Alles bloß eine Frage der Zeit – diesmal braucht er vor allem in der etwas kurios anmutenden Eröffnung etwas länger. Peter wehrt sich lange tapfer, ergibt sich dann unter Jakobs Druck in ein Endspiel mit Minusbauer, das Jakob ruhig und sicher zum vollen Erfolg führt. Balsam für Nervöse, dieser Punkt ist nie in Gefahr.

Brett 3: Lukas Breneis - Christian Mörzinger 1:0

Ganz anders bei Luki, der zwar als erster den ganzen Punkt im Sack hat, dafür aber die tatkräftige Unterstützung seines Gegners benötigt. Überhaupt scheint es in dieser Partie um noble Gesten der Zurückhaltung und Ehrerbietung zu gehen. Denn die erste Partiephase verläuft nach dem Motto: Wie werde ich mein Plus am schnellsten und effektivsten los?! Anzugsvorteil? Nein danke. Stellungsvorteil? Muss nicht sein. Christian bleibt konsequent bei dieser Strategie, sich nicht beschenken zu lassen. Er spielt ein paar bescheidene Züge und drängt Luki geradezu zum 1:0. Naja, und so nobel, dass er sich da zweimal bitten lässt, ist der Luki dann auch wieder nicht.

Brett 4: Michael Kern - Florian Sandhöfner ½:½

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2.Landesliga, 10.Runde: St.Georgen/G. - St.Valentin 2,5:3,5

Es scheint fast so, als würden wir uns in dieser Liga heuer beinahe alles erlauben können und sie dennoch souverän dominieren. Die anderen helfen kräftig mit, deutlich hinter uns zu bleiben. Unsere Resultate sind nicht gerade berauschend. Und wir können es uns leisten, den Herrn Kranzl immer wieder mal nur als Fotograf auflaufen zu lassen.

Wir eilen also von Sieg zu Sieg, diese fallen aber schon seit mehreren Runden äußerst knapp aus. Selbst wenn der Gegner bei weitem nicht in Bestbesetzung antritt. So wie diesmal bei unseren Schachfreunden aus Saint Georgia Undergoosen.

Das Motto der Runde: Du bekommst ein Angebot und musst dich entscheiden. Dafür oder dagegen? Das ist hier die Frage…

Brett 1: Günther Huber - Klaus Theuretzbacher 0:1

Eine alte Weisheit im Schach lautet: „Nimm deinen Gegner so ernst, als wäre er Weltmeister.“ Nun, Günther ist (bzw. war Amateur-)Weltmeister und nicht nur das. Als Händler und Verkäufer von allen Schachutensilien, die es zu erwerben gibt, als Captain der Georgier und nicht zuletzt als langjähriger Gastspieler bei Valentin ist er uns wohlbekannt und ein gern gesehener Schachfreund.

Zu Beginn der Partie sein (nicht ganz ernst gemeintes) Angebot an mich, zum Fußball zu wechseln. Ich schwanke nur kurz und kann den blau-weißen Versuchungen widerstehen. Zur Entschädigung zaubern wir eine äußerst gehaltvolle Partie aufs Brett. Und immer wieder stellt sich mir die Frage: Opfer für die Galerie, also Hochrisiko, oder solide auf nachhaltigen Vorteil spielen? Mehrfach widerstehe ich der Versuchung – wie die Analyse beim Apres-Schach beweist, ist mein Gespür das richtige.

[Event "St.Georgen-St.Valentin, LL Ost"] [Site "?"] [Date "2024.03.16"] [Round "10.1"] [White "Huber, Günther"] [Black "Theuretzbacher, Klaus"] [Result "0-1"] [WhiteElo "1920"] [BlackElo "2140"] [Annotator "Klaus Theuretzbacher"] [SetUp "1"] [FEN "5r1k/3bn1pp/p2q4/1p1Bp1b1/1P2P3/P1pN2P1/4QP1P/RN4K1 b - - 0 28"] [PlyCount "23"] [EventDate "2024.??.??"] {Knapp zuvor war noch alles in der Waage, aber nun hat Schwarz nach einem Turmtausch auf c3 und dem erzwungenen Rückzug des Sd2 nach b1 alle Trümpfe in der Hand. Schwarz spielt nun klarerweise} 1... Nxd5 2. exd5 Qxd5 { und nach (dem stärksten)} 3. Nxc3 Qd4 $1 {Diesen Zug hatte ich schon zuvor bei Se7 im Sinn. Er gewinnt - zumindest - eine Figur. Aber es ist nach wie vor alles andere als einfach. Nach} 4. Nxe5 {vertiefe ich mich noch mal in die Möglichkeiten der Stellung und entdecke neben der Partiefortsetzung eine prickelnde Alternative. Aber irgendwie traue ich der ganzen Sache nicht und spiele das, was ich ursprünglich im Sinn hatte, nämlich} Qxc3 { Auch dann hat Weiß noch einiges an lästigem Gegenspiel.} ({ Die angesprochene Alternative bildete das hübsche} 4... Rxf2 $1 5. Rd1 ({Eine fiese (und gleichzeitig auch die einzig sinnvolle) Antwort von Weiß ist aber} 5. Qd3 $1 { Dann ist guter Rat teuer, es verlieren (!) nun etliche Züge} Qxd3 { (quasi der Notausgang) endet mit nur leichtem Vorteil für Schwarz.} ({ Schwarz muss - bei äußerst knapper Zeit - die geniale Riposte} 5... Be3 $3 { finden, wonach wieder alle Abspiele für Schwarz gut ausgehen. Schwer zu sagen, ob ich diesen Zug am Brett gefunden hätte, Dd3 hatte ich nämlich gar nicht gesehen. So betrachtet war die Entscheidung für 4...Dxc3 die richtige, auch wenn das Publikum dadurch um eine schöne Darbietung umfiel.})) 5... Rf1+ $3 6. Kxf1 Bh3+ 7. Ke1 Qg1+ {und Matt im nächsten Zug.} ) 5. Rd1 ({Die für Schwarz überraschend ungemütliche Alternative bestand in} 5. Nxd7 $1 Qxa1+ 6. Kg2 Rd8 7. Ne5 $1 Kg8 8. Nc6 $1 Rf8 9. Qe6+ Kh8 10. Ne5 $1 { wonach Schwarz noch} g6 {finden und die Qualität zurückgeben muss, mit der verbleibenden Mehrfigur aber sicher gewinnen sollte.}) 5... Be6 6. f4 Bf6 7. Ng6+ hxg6 8. Qxe6 Qc4 {Wieder der simple Zug.} (8... Bd4+ {wäre sofort tödlich. }) 9. Re1 Rd8 10. Kg2 Rd2+ 11. Kh3 Qc2 12. Re4 Rxh2+ 0-1

Brett 2: Joachim Dornauer - Gerhard Steidl 1:0

Joachim ist natürlich der große Favorit auf Brett 2, und es läuft auch gleich deutlich in seine Richtung. Dann aber, noch in der Eröffnung, findet er nicht die exakten Züge, der Druck für den Schwarzen lässt nach. Diesen verpassten Gelegenheiten nachweinen? Nicht Joachim. Was passieren kann, wenn man sich von ungenutzten Gelegenheiten und anstrengenden Gegenspielern ablenken lässt, haben wir ja letztes Jahr in seinem Duell mit Christian Plencner gesehen. Doch diesmal heißt es: „No Plenci, no cry …!“ Also weitertüfteln und mit einfachen, aktiven Zügen den kleinen positionellen Vorteil langsam, aber sicher zum vollen Punkt auszubauen. Aye, Captain

Brett 3: Roland Poperahatzky - Horst Müller 1:0

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