Nachdem der Vorsprung in der Tabelle bereits auf 7,5 Punkte angewachsen war, konnte der Meistertitel schon eine Runde vor Saisonende fixiert werden. Ziel war klar: Die Jungen sollen es auch ohne den „Senior“ in der Mannschaft schaffen.
Brett 1: Kim Thomas – Innreiter Werner 1:0
Spannend. Thomas ergriff wie gewohnt sofort die Initiative und ließ dem schwarzen König im Sizilianer keine Rochade zu. Dabei opferte er auch den Bauern auf b2 und startete einen Angriff am Königsflügel. Viel Rechenarbeit und für mich nicht immer ganz klare Stellungsbilder – aber volles Vertrauen in die Stärke von Thomas. Am Ende konnte er diese intensive Partie für sich entscheiden.
Brett 2: Palmetzhofer Karl – Pleimer Noah 0:1
Sehr zäh. Noah gelang es lange nicht, Spannung in die Partie zu bringen – mit Schwarz bekanntlich nicht immer einfach. Es entstand keine Stellung, die echte Komplikationen zuließ. Ein Blick aufs Brett: jeweils Dame, eine Leichtfigur und sieben Bauern – kein klarer Gewinnplan in Sicht. Vielleicht bietet der Doppelbauer am Damenflügel im Endspiel eine Chance. Und dann stand Noah plötzlich da und meinte, er habe gewonnen. Wie genau, ist mir noch unklar – das schauen wir uns am Freitag noch an.
Brett 3: Donets Alina – Bernard Manfred 1:0
Kurz und schmerzlos. Wenig überraschend war es wieder Alina, die früh für klare Verhältnisse sorgte. Noch vor dem 20. Zug war die Partie entschieden. Nach einer Ungenauigkeit in der Eröffnung führte ein doppelter Springereinschlag auf e6 zum Damenverlust. Die Königsstellung war ohnehin bereits geschwächt und hätte so oder so für Sorgenfalten bei Manfred gesorgt.
Brett 4: Innreiter Martin – Pollak Tony ½:½
Gut gemacht. Die Partie verlief durchgehend ausgeglichen. Beide versuchten, kleine Vorteile herauszuspielen, agierten dabei aber sehr umsichtig und ließen dem Gegner nichts zu. Auch wenn es für Tony aktuell ergebnistechnisch nicht läuft, ist die Qualität seiner Partien absolut stark – eine Frage der Zeit, bis sich das auch in Punkten und wieder steigender Elozahl niederschlägt.
Brett 5: Schatzl Simon – Breidler Harald 1:0
Endlich. Nach zwei Kontumazsiegen in den letzten Runden gab es wieder eine „echte“ Partie. Simon übernahm mit Weiß früh die Initiative und erspielte sich klaren Vorteil. Ein Versehen im 18. Zug kostete ihn eine Leichtfigur, der Schreck war aber nur kurz da sich Schwarz direkt im nächsten Zug revanchierte – und das mit einem Turm. Danach war es nur noch Technik, und Simon brachte den Punkt danach sicher nach Hause.
Brett 6: Hofmann Alexander – Donets Tymur ½:½
Irgendwie eigenartig. Weiß kam nicht gut aus der Eröffnung, sodass Schwarz eigentlich Vorteil haben sollte, doch der entscheidende Zug war nicht zu finden. Taktisch war die Partie auf beiden Seiten interessant: mal Vorteile für Tymur, dann gefiel mir wieder die Stellung von Alexander besser. Das Remis geht insgesamt aber absolut in Ordnung.
Fazit
Der Sieg fiel vielleicht etwas zu hoch aus, denn St. Georgen hat stark dagegengehalten. Unser Ziel ist erreicht: Wir sind Meister und dürfen nächste Saison in der 2. Landesliga antreten, dann aber mit veränderter Mannschaft. Es ist kein Geheimnis, dass Noah und Thomas mehr als nur eine Liga aufsteigen werden. Aber irgendwie schade, dass die Saison bald vorbei ist. Es macht große Freude, mit den Jungen in einer Mannschaft zu spielen – oder wie diesmal einfach als Fan dabei zu sein. Außerdem war auch unser „Starfotograf“ vor Ort, der mir und Alina im Blitzschach zeigte, dass er nicht nur Freunde haben möchte…
Bericht: Reinhard Heimberger
Fotos: Peter Kranzl









