Kreisliga, 8.Runde: St.Valentin - Voest/Steg Linz

VOEST/Steg Linz 3 war unser Gegner in Runde 8 in St. Valentin. In Runde 5 hatten wir bereits die 2te Mannschaft der Linzer mit 5,5 Punkten besiegt ,was gelingt uns heute. Ziel war es, den Vorsprung von 5 Punkten auf die zweitplatzierten Nettingsdorfer zu vergrößern. Tony fiel kurzfristig aus, da sein Rückflug am Freitag aus Brüssel gestrichen worden ist. Daher war auch eine kurzfristige Änderung der Aufstellung erforderlich – zum Glück brauchte ich dafür nicht einmal 1 Minute.

Brett 1: Noah Pleimer - Manfred Wipplinger 1:0

Langsam, aber Zug um Zug verstärkte Noah seine Stellung und agierte dabei auch sehr umsichtig - jedes Gegenspiel seines Gegners wurde bereits im Keim erstickt. Kein großes Tam-tam, kein unnötiges Risiko - einfach grundsolides, positionelles Schach, das ist „Noah-Style“. Der Druck auf den isolierten c6 Bauern wirde schlussendlich zu groß und schwupps war er auch schon weg. Damit entstand am Damenflügel a bis c gegen a Bauern und damit nur noch eine Frage der Technik. Ein ungefährdeter Sieg – yes.

Brett 2:  Lorenz Reith - Thomas Kim 0:1

Die längste und zugleich härteste Partie der Wettkampfes. Thomas kam mit leichten Vorteil aus der Eröffnung und spielt danach eine interessante Fortsetzung. Der Springer der auf f7 steht anfangs bedrohlich, immerhin greift er beide Türme an, wurde später zum echten Problem für Lorenz. Den auf d8 hätte er nehmen können, tat es aber nicht, alles unklar. In der Folge gehen für Weiß 2 Figuren gegen den Turm verloren. Nach der Zeitnot war es dann nur noch eine Frage der Technik - juhu.

Brett 3: Alina Donets – Walter Schiefermüller 1:0

Alina spielte neben mir, und lange Zeit konnte ich nie wirklich gefallen an der Partie finden – vom Finale einmal abgesehen. Alina öffnete zu leichtfertig bei entgegengesetzter Rochade die h-Linie. Ein Figurenopfer auf den f4 und g3 Bauern brachte den weißen Monarchen dann gehörig ins Wanken, die verdoppelten Türme auf der h-Reihe, dazu der gefährliche f3 Bauer blickten nicht friedlich auf den weißen Monarchen. Verteidigen war angesagt und das machte Alina auch gut. Schlussendlich sorgte ein Versehen von Walter für ein schnelles Ende – ein Abzugsschach brachte das sofortige Ende – puh.

Brett 4: Georgios Tsolias - Reinhard Heimberger 0:1

Bereits im 5. Zug bereute ich das erste Mal eine Entscheidung von mir - höchste Zeit aus den üblichen Mustern auszubrechen. Aber auch Weiß wählte keinen optimalen Plan, also alles halb so schlimm. Im Mittelspiel überlegte ich dann mehr als eine halbe Stunde an einem möglichen Figurenopfer meines Gegners, dessen Ausgang ich nicht wirklich sicher berechnen konnte. Gefühlsentscheidung - also Augen zu und durch. Das Opfer kam jedoch nicht, und so war die Initiative nur noch bei Schwarz – Figurengewinn und kurz darauf war auch der Punkt unser - hurra.

Brett 5: Tymur Donets - Moritz Altermüller 1:0

Erster Einsatz in der Kreisliga und gleich der erste Sieg – dazu auch noch die Mannschaft in Führung gebracht – super Einstand. Tymur hat zwar am Damenflügel die Bauernstruktur etwas vernachlässigt, dafür aber das Läuferpaar bekommen und Druck im Zentrum entwickeln können. Mit einem taktischen Trick konnte er dann eine Fesselung zu einem Figurengewinn führen und spielte dann die Partie sicher nach Hause – toll gemacht.

Brett 6: Jürgen Altermüller - Karl Bergmayr ½:½

Danke Karli für das kurzfristige einspringen. Weiß hatte meiner Meinung nach die meiste Zeit die etwas leichter zu spielende Stellung, dennoch wurde das Remisgebot von Jürgen ausgeschlagen. Es ging zuerst in ein Turmendspiel, und dann in ein Königsendspiel. Kurz dachte ich sogar, dass Karl nun Gewinnchancen hat, und begann zu rechnen – beide einigten sich aber fast zeitgleich auf Remis. Wie sich später zeigen sollte auch richtigerweise, ich lag mit meiner Gewinnidee falsch – solide.

Fazit

Der Vorsprung beträgt mittlerweile 6,5 Punkte, auch das Restprogramm spricht nicht wirklich gegen uns. Ich habe es wohl schon oft gesagt, aber ich wiederhole es gerne: Es macht mich unheimlich stolz, wie stark unser Jungen performen. Fallen Stella und Tony aus, dann kommt eben Tymur neu in die Mannschaft und spielt super. Und wenn man dann in die 1. Klasse blickt, dann kommen mit Ansgar, Lars, Ernst, Said usw. die nächsten Talente bereits nach - grandios.

Fotos: Oliver Kim

Bericht: Reinhard Heimberger