1.Landesliga, 5.Runde: Freistadt/Wartberg – St. Valentin 4:2

Besuch beim Zweiten der Liga. Wie letztes Jahr geht es nach Wartberg/Aist, bei diesmal angenehmeren Spielbedingungen. Thermoskannen, Mäntel und Pullover sind zwar dabei, finden allerdings weniger Verwendung als beim letzten Mal.

Wir rechnen uns durchaus Chancen aus. Zumal Freistadt darauf verzichtet, ihren stärksten Spieler („unseren“ Jakob – er spielt für Valentin Bundesliga) zum Einsatz zu bringen. Aber auch die anderen Spieler haben hohes Niveau. Ob wir da gut dagegenhalten können?

Brett 1: Sota Glössl – Joachim Dornauer ½:½

Verschlungene Wege werden da begangen. Ist es Englisch oder ein Königsinder? Oder doch Benoni? Man weiß es nicht so genau. Ist aber auch wurscht. Hauptsache, Joachim hat den Durchblick. Schade, dass er die (gut versteckte) Zuspitzung der Ereignisse am Brett nicht findet. So einigt man sich in ausgeglichener Stellung auf Remis. Sehr okay.

Brett 2: Klaus Theuretzbacher – Le Minh Phu Nguyen 0:1

Das kommt davon, wenn man nur halb-fit antritt. Von Anfang an treffe ich die falschen Entscheidungen, gerate rasch unter Druck und komme da nicht mehr raus. Selbst im Damenendspiel bringe ich kein Dauerschach zusammen, dazu spielt Phu einfach zu stark. Traurig.

Brett 3: Franz Rechberger – Peter Kranzl ½:½

Ein Kurzremis, das sich schon bei der Verkündung der Paarung abzeichnet. Man tut zwar so, als wolle man ernsthaft spielen. Aber nicht lange. Dann war‘s das auch schon wieder und man begibt sich in den Nebenraum zum Plaudern und Blitzen. Hat auch was.

Brett 4: Michael Aigner– Peter Mayerhofer ½:½

Die beiden ehemaligen Kleinmünchner Vereinskollegen nehmen sich ein Beispiel am Nebenbrett und schaffen gerade ein paar Züge mehr zum Remis. Wobei die entstandene Position das durchaus nahelegt. Zur Vermeidung weiterer Gähnreflexe also der Friedensschluss, der aus unserer Sicht durchaus als Erfolg zu werten ist. Gut so.

Brett 5: Georg Traunwieser – Johann Weilguni 0:1

Ein Déjà-vu. Wie 2024/25 trifft Hans auf Georg und wie damals zaubern sie interessante Konstellationen aufs Schachbrett. Wer steht besser? Schwer zu sagen. Die weißen Drohungen nötigen Hans letztlich dazu, ein Bäuerchen zu opfern. Dass kurz darauf die ganze Partie in den Gully geht, weil sich die schwarzen Gegenchancen als Illusion erweisen, war nicht so geplant. Schade.

Brett 6: Günther Huber – Simon Danninger ½:½

Wieder einmal können wir uns mit Günther vulgo „Wödmasta“ (Amateur-WM) verstärken. Er hält, was sein Nickname verspricht, und baut einen hochgefährlichen Angriff auf. Dann überzieht er allerdings und muss schauen, dass er sich in ein verteidigungsfähiges Endspiel mit Minusqualität rettet. Was ihm letztlich gut gelingt. Da wäre mehr drinnen gewesen. Seisdrum.

Fazit der Runde

Zwei gehaltvolle und zwei weniger spannende Remisen, dazu zwei dann doch recht klar verlorene Partien. So kommt das Ergebnis zustande. Obwohl es in Summe doch eher enttäuscht, ist der Schaden dennoch kein großer. Wir verbleiben auf unserem gut gesicherten Mittelfeldplatz.

Ergebnisse

Bericht: Klaus Theuretzbacher

Fotos: Peter Kranzl