1.Landesliga: Sternstein - St.Valentin 3,5:2,5

In weiser Voraussicht hat Reini das Heimrecht getauscht. Damit das große Valentiner Schach-Happening auch durch das Landesliga-Match gegen unsere Schachfreunde vom „Stern“, also aus Bad Leonfelden aufgepeppt wird.

Dadurch, dass Peter als Fotograf im Einsatz ist und ich in der Bundesliga aushelfe, ergibt sich eine leicht veränderte Aufstellung. Dennoch gehen wir als doch deutlicher Favorit ins Rennen. Und müssen – schon zum zweiten Mal in Folge – zur Kenntnis nehmen, dass das noch lange keine Garantie für einen Mannschaftssieg darstellt.

Leider komme ich diesmal nur sporadisch dazu, meinen Kollegen über die Schulter zu blicken. Insofern fällt mein LL-Bericht etwas spartanisch aus.

Brett 1: Robert Ganglberger – Erwin Rumpl 0:1

Erwin bringt seinen Vorteil an Elo und Spielstärke deutlich zur Geltung und siegt ohne großes Getöse. Eine ruhige, staubtrockene Partie, mit einem offensichtlich nie gefährdeten Punktegewinn. Solide!

Brett 2: Johann Weilguni – Mario Hofstadler 0:1

Was ist bloß mit Hans los? Ja, er hat mit Sicherheit den stärksten der Gegner erwischt. Aber dass er schon wieder ein Turmendspiel in den Satz setzt? Wo doch Endspiele zumindest früher eine seiner Stärken waren. Hilf, Awerbach, hilf.

Brett 3: Andreas Tauber – Joachim Dornauer ½:½

Wenn zwei gegeneinander spielen sollen, die das an diesem Tag eigentlich gar nicht wollen, weil es gerade an diesem Tag so viel anderes Interessantes zu sehen gibt, nun, dann ist das Ergebnis wohl klar, oder?

Brett 4: Martin Koch – Felix Schwarz 0:1

Oje. Auch hier geht ein Endspiel in den Gully. Es scheint fast so, als würden heuer jegliche während der Partie getroffene Einschätzungen, welches Ergebnis Martin am Ende einfahren wird, falsch sein. Steht er gut, verliert er, steht er bescheiden, dreht er die Partie noch.

Brett 5: Michael Schicho – Michael Aigner 1:0

Michael „opfert“ ein Bäuerlein und erhält sogar Kompensation dafür. Im Versuch, mehr als möglich herauszuholen, segnet Bauer um Bauer das Zeitliche. Und irgendwann ist dann nix mehr am Brett, das man noch ins Geschäft stecken könnte. Traurig irgendwie.

Brett 6: Horst Müller – Ernst Harrer 1:0

In der Formel 1 spräche man wohl von einem Start-Ziel-Sieg. Horst geht von der Pole-Position (Anzugsvorteil) ins Rennen, nutzt sein Wissen und sein Stellungsfühl und hat nach wenigen Zügen schon deutlichen Vorsprung. Der ist nicht mehr aufzuholen, da hilft auch kein Boxenstopp bei der Dorfrichter-Crew. Schwarz muss Horsts Überlegenheit anerkennen. Weiter so!

Fazit

Am Ende ziehen wir also schon wieder knapp den Kürzeren. Obwohl deutlicher Favorit auf den meisten Brettern. Nur gut für uns, dass in der Landesliga die Brettpunkte und nicht die Mannschaftspunkte zählen und wir deshalb weiter im gesicherten Mittelfeld liegen.

Bericht: Klaus Theuretzbacher

Fotos: Peter Kranzl